FANNY OEHMICHEN

ART THERAPY - Kunsttherapie

 Photograph Portrait: © 2020 Oliver Wiebe

Über meine kunsttherapeutische Arbeit

 

Ich möchte die Menschen, mit denen ich kunsttherapeutisch arbeite, mit einer prozessorientierten Grundhaltung auf ihrem Weg unterstützen. Dabei lasse ich mich gern von psychodynamischen und systemischen Vorgehensweisen inspirieren. Als Ausgangspunkt dienen mir unter anderem Erfahrungen, die mir aus meinem eigenen künstlerischen Schaffensprozess bekannt sind.

Ich verstehe meine Klient*innen als selbstverantwortliche Menschen. Meine Aufgabe sehe ich darin, für sie eine Begleitung auf der Suche in ihrem eigenen Prozess zu sein - eine „Taschenlampe“ zu halten. Dabei halte ich die Überprüfbarkeit des Anliegens und gemeinsam vereinbarte Therapieziele für wegweisend. Ein Koffer voller kunsttherapeutischer Methoden begleitet mich bei meiner Arbeit und versetzt mich in die Lage, den kreativen Prozess meiner Klient*innen anzustoßen, zu unterstützen und zu halten. So können konkrete Methoden oder Themen als „Türöffner“ dafür dienen, die Klient*innen zum eigenen Handeln anzuregen. Mein Fokus in der kunsttherapeutischen Begleitung ist ressourcenorientiert: Was braucht eine jeweilige Person, wieviel Empathie, Aufmerksamkeit, Halt oder Anregung? Was bringt sie bereits mit und mit welchen kunsttherapeutischen Methoden lassen sich diese individuellen Ressourcen aufgreifen und stärken?

In der speziellen Arbeit mit verletzten und verletzenden inneren Anteilen im Rahmen der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT) und Kunsttherapie lassen sich bildnerisch Heilungsprozesse anstoßen und traumatische Erfahrungen auf ressourcenorientierte Weise achtsam bearbeiten. Der von Luise Reddemann entwickelte Ansatz stüzt sich auf eine Würde- und Mitgefühlsorientierte Haltung und ermöglicht den inneren Anteilen der Klient*innen auf einer inneren Bühne einen Raum für Würdigung des Erlebten und Neuintegration. In der Kunsttherapie lassen sich diese Prozesse bildnerisch begleiten und festigen.

Als Erweiterung des kunsttherapeutischen Spektrums interessiert mich der Einbezug des Körpers. Insbesondere die Berücksichtigung von Körpersymptomen oder die Kombination von Bewegungsübungen mit bildnerischen Mitteln können eine bereichernde Erweiterung der kunsttherapeutischen Möglichkeiten darstellen.

 

 

Biografie

 

Im Studium der Freien Kunst beschäftigte sich Fanny Oehmichen bis 2012 in der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit Malerei und freier Keramik/Bildhauerei sowie den Berührungspunkten der beiden Disziplinen. Ihre Expertise im Umgang mit Materialien, Technik und Ausstellungsarbeit setzte sie zunächst als freischaffende Künstlerin in Berlin fort. Den Aufbaustudiengang KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden schloss sie 2016 mit einem Diplom und einer Veröffentlichung zum Thema "Kunsttherapeutische Arbeit mit Körpersymptomen" ab.

Momentan arbeitet Fanny Oehmichen als Kunsttherapeutin und freischaffende Künstlerin in Magdeburg. Ihre kunsttherapeutischen Arbeitsschwerpunkte umfassen die Erwachsenen Psychiatrie, insbesondere die Arbeit mit Menschen mit PTBS und anderen Traumafolgeerkrankungen, Menschen mit Suchterkrankungen und Mutter-Kind Interaktion. Sie bildet sich hier regelmäßig fachspezifisch fort, aktuell im Zertifikatslehrgang "Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) und Kunsttherapie" an der Alanus Hochschule Alfter.

 

 

Bio

Fanny Oehmichen lives and works in Magdeburg as artist and art therapist.

2021 PITT (Psychodynamic Imaginative Trauma Therapy) and ArtTherapy

2016 Diploma in Art Therapy at Hochschule für Bildende Künste Dresden, Postgraduate Studies Programm Art Therapy

2012 Bachelor of Fine Arts at Muthesius Kunsthochschule Kiel, Studies in Fine Arts, Class of Fine Arts and Ceramics

 

Mainly working with:

Psychiatric settings

People with PTSD or other posttraumatic reactions

Mother-child interactions